Papa wollte eh nicht …

liebelein-will Hochzeitsblog - Einzug in die Kirche

Wenn Frauen über ihre Hochzeit nachdenken, kommt kurz nach „Wie romantisch wird mein Antrag, und fällt er vor mir auf die Knie?“ der Wunsch: „Ich möchte von meinem Vater in die Kirche geführt werden, und vorne wartet mein Zukünftiger mit glänzenden Augen und wackeligen Knien und fällt fast um wegen meines Traums in Weiß“. So war es zumindest bei mir. Als beim Vorgespräch mit unserem Pastor die Frage aufkam, wie wir denn in die Kirche gehen wollen, war für mich ganz klar: am Arm meines Vaters. Unser Pastor Hans schaute uns an und antwortete mit einem langgezogenen  „Hmmmm“. Klar, könnte man so machen. Wie einem das eben so vorgespielt werde, in diesen amerikanischen Kitschfilmen.

Oder, sagte er, wir machen es anders. Am Arm des Vaters in die Kirche gebracht zu werden und vor dem Altar dem zukünftigen Ehemann übergeben zu werden, ist ein sehr alter Brauch und bedeutete ehemals, dass die Tochter aus der Vormundschaft des Vaters in die Vormundschaft des Ehemanns entlassen wird. Will Mann das heute noch? Denn ist für den Gatten, der da vorne alleine stehen muss, von einem Bein auf das andere zappelt und wartet, bis seine Holde erscheint, diese Übergabe-Prozedur auch wirklich ein Highlight? Eigentlich wäre es doch genau so schön, gemeinsam hinter dem Pastor in die Kirche zu gehen. So, wie man zukünftig sein ganzes Leben gemeinsam gehen wird.

Das nahmen wir mit nach Hause und ließen es sacken. Später wussten wir: Er hat recht! Und da mein Vater auf diesen Auftritt auch keine Riesenlust hatte, war die Entscheidung gefallen. Und, was soll ich sagen – es war wunderschön, an der Seite meines Bräutigams in die Kirche zu gehen und diesen Moment gemeinsam als Paar zu erleben.
Das soll jetzt keiner Braut ihren Traum kaputt machen. Denn die „Vater führt mich in die Kirche“-Sache lässt sich auch ganz anders betrachten: Der Vater darf seine Tochter zum letzten Mal begleiten, bevor sie ihr Leben mit dem Ehemann weiterführt. Für welche Varianten man sich auch entscheidet: gemeinsam in die Kirche zu gehen, war für uns eine super Entscheidung und ein sehr schönes und nachhallendes Ereignis.

Eure Nadja

 

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