Perfektionismus – oder wie ich die Welt der Hochzeitplanung entdeckte

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Als Designerin habe ich natürlich einen gewissen und sicher auch recht hohen Anspruch an Design und Deko. Natürlich machte dieser auch vor meiner eigenen Hochzeit nicht halt. Und dazu noch mein latenter Perfektionismus – oh je.

Und natürlich kam für mich nichts anderes in Frage, als alles selbst zu designen und zu dekorieren. Also fängt man an zu planen und überlegt, was man alles habe möchte und welches Detail noch zum Fest hinzukommen soll. Und die Liste wird länger und länger und länger.

Da waren natürlich so Sachen bei wie Candy Bar, Photo Booth, Gästebuch-Basteltisch, Gastgeschenke und so weiter und so fort – und das war noch bevor ich das Internet zu Rate zog. Als ich dann anfing, unzählige Blogs und Hochzeitsseiten zu durchforsten, war alles vorbei – 1000 tolle Ideen, Fotos von perfekt durchgestylten Hochzeiten und Tipps, Tipps, Tipps, was eine Hochzeit noch perfekter machen könnte.

Ich war völlig überfordert!

Da wusste ich aber auch noch nicht, dass ein Styleshooting z.B. keine echte Hochzeit zeigt, sondern eine Shooting ist, wo sich Fotografen, Designer, etc. Models buchen und so was wie ein Modeshooting veranstalten. Ich saß vor diesen Bildern und dachte: Wie hat dieses Brautpaar es geschafft, ein Pferd in den Wald zu bekommen – nur um ihm ein paar Würfel Zucker ins Maul zu schieben und dann noch einen Teetisch voller Deko dort aufzubauen, um am Hochzeitstag in Seelenruhe ein Tässchen Tee zu trinken und dabei fotografiert zu werden?!? Und das mega durchgestyled. Ich war ratlos.

Irgendwann dämmerte mir, dass ich nicht jede Idee werde umsetzten können. Ich habe Internetseiten und Styleshoot als Anregungen angenommen, aber nicht jedes Detail und jeden Tipp zum persönlichen „must have“ gemacht.

Am Ende habe ich etliche Sachen einfach gnadenlos wieder gestrichen. Ich wollte nicht in völligem Organisationsstress und Verzweiflung enden, weil man doch nicht alles schafft, was geplant war. Stattdessen habe ich mich auf die Dinge konzentriert, die UNS wichtig waren.

So gab es keine Candy Bar, kein Brautshooting oder After-Wedding Shoot, keine Photo Booth (obwohl ich darüber im nachhinein doch etwas traurig bin), kein extra Hochzeitsvideo. Lieber eine traumhafte Tischdeko, schöne, selbstgemachte Gastgeschenke und eine Hochzeit, auf der wir uns irgendwann wunderbar entspannen und feiern konnten, weil es nicht zig unterschiedliche Details und Stationen gab, wo irgendetwas schiefgehen konnte.

 

Wie bei vielem ist auch für die Hochzeitsplanung das Internet Segen und Fluch zugleich. Liebe Brautpaare, ein Tipp von mir: Lasst Euch nicht verunsichern. Überlegt Euch, was für Euch wirklich wichtig ist, und holt Euch dazu Anregungen im Netz.

Und damit verabschiede ich mich und wünsche Euch ein schönes und sonniges Wochenende
Eure Nadja

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