Hochzeits–Reise für Abenteurer

Afrika mit 4×4 und Dachzelt

liebelein-will, Hochzeitsblog - Blog, Hochzeit, Namibia_4548Sonnenuntergangsstimmung auf der Blutkuppe

Es ist zwar schon wieder zwei Monate her, aber diese Jahr war ich mit meiner Familie und einem befreundeten Paar in Afrika. Wir haben eine kilometerreiche Rundreise durch Namibia und Südafrika gemacht – mit Dachzelt und 4×4-Auto (Cross Roads Namibia). Und da wir Euch nur Reiseländer empfehlen, in denen wir selbst schon waren, um echte Reiseberichte liefern zu können, lege ich Euch jetzt diese beiden Länder ans Herz.

Namibia ist ein großes Land mit vielen Möglichkeiten seinen Urlaub zu gestalten. Egal ob Lodge-Urlaub oder Camping, wie wir es gemacht haben, abenteuerlich ist es immer. Daher ist das eher ein Urlaub für diejenigen, die etwas erleben wollen anstatt am Strand zu liegen. Hier gibt es noch jede Menge unberührte Natur und Einsamkeit aber auch luxuriöse Lodges die einem jeden Wunsch erfüllen, fernab jeder Zivilisation. Wir waren nur 16 Tage unterwegs und hatten daher nicht viel Zeit – wer mehr Zeit zur Verfügung hat, kann das alles natürlich auch entspannter angehen.

Landen wird man in Windhoek, der Hauptstadt Namibias. Keine wunderschöne Stadt aber mit netten Möglichkeiten zum Essen gehen (Tipps: Papa Joes, The Winebar) und schönen Guesthouses (Tipps: Günstig aber nett ist Rivendell Guesthous, schön das Olive Grove oder Belvedere Boutique Hotel).


liebelein-will, Hochzeitsblog - Blog, Hochzeit, Namibia_4196Sonnenuntergangs-Blick von der Terasse der „The Winebar“ auf Windhoek

Wir sind von hier aus zur Etosha-Pfanne gefahren, einem Naturschutzgebiet, wo man die Big Five mit großer wahrscheinlichkeit im September oder Oktober zu Gesicht bekommt. Es lohnt sich hier zwei bis drei Tage einzuplanen, denn das Gebiet ist groß. Man kann hier noch als Selbstfahrer die Gegend erkunden und ist nicht auf Führer angewiesen, das macht es extra spannend und verschafft einem enge Kontakte mit den Tieren ( wenn es allerdings zu eng wird, wird man, wie wir, von einem Elefanten bedroht: da heißt es nur noch Rückwertsgang einlegen und sich auf Distanz bringen). Je nach Zeit kann man jetzt noch ins Caprivi Game Park weiter wo man noch Flusspferde, Krokodile und große Elefantenherden zu sehen bekommt.

liebelein-will, Hochzeitsblog - Blog, Hochzeit, Namibia_4216Campingplatz im Etosha Nationalpark und unserer beiden 4×4 mit Dachzelt
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Die vielen Tiersichtungen machen diesen Park besoinders interessant

 

Wir sind allerdings direkt weiter ins Damaraland gefahren. Hier wird man mit einer schönen und zum Teil skurilen Landschaft belohnt. Man kann eine geführte Wanderung zu Felsgravuren (Twyvelfontain) machen oder sich die Orgelpfeifen und den gebrannten Berg anschauen. Also nicht zu spät da sein oder zwei Tage bleiben (Tipp: wunderschöne Lodge mit sehr schöner Campsite: Mowani Mountain Lodge – schon deswegen würde es sich lohnen).

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Die Orgelpfeifen (die DEUTLICH kleiner sind als sie auf Fotos aussehen) und der „verbrannte Berg“

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Unser Campingplatz im Mowani Camp und die Aussicht von dort…

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Von hier aus sind wir nach Swakopmund durchgefahren, es lohnt sich aber die Strecke in zwei Etappen aufzuteilen und noch mal an der Spitzkoppe oder am Brandberg halt zu machen.

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Swakopmund ist eher wie eine Seestadt an der Nordsee. Auch vom Klima, gerne windig und frisch. (Tipps: Übernachten im the Stiltz, essen gehen im the Tug (unbedingt vorher reservieren) oder Kückies Pub) Ein Pflichtprogramm ist hier ein Ausflug mit einem Boot in die Bucht von Walvis Bay. Man sieht Flamingos, Pelikane, Seehunde und Delphine. Die Seehunde kommen sogar auf die Boote. Laramon Tours war super, fangfrische Austern, kleine Häppchen, Getränke und Sekt sind im Preis mit drin. Wer gut englisch spricht sollte zusehen, daß er auf ein Boot mit Archie kommt. Super unterhaltsamer und lustiger Typ mit unendlich vielen Tipps zum Land und zum Reisen.

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Danach sind wir zu einem unserer schönsten Spots weitergefahren, nur zwei Stunden von Swakob entfernt liegt der Namib Naukluft Park (man braucht eine Permit, bekommt man in Swakob oder Sesriem) – hier werden nur Camper auf ihre Kosten kommen, denn hier gibt es zwar Campingplätze aber keine Lodges. Man wird durch absolute Einsamkeit (wir waren die Einzigen auf dem Campingplatz) und eine beeindruckende Natur belohnt. Wer das mag sollte mehrere Tage einplanen und die verschiedenen Camps anfahren. Wir waren an der Blutkuppe und sind zum Sonnenuntergang auf den Berg gegangen (einfach zu besteigen) um einen der schönsten Ausblicke zu haben. Leider mussten wir am nächsten Tag weiter, haben aber noch einen Reisetipp von Archie beherzigt und sind die 4×4 Strecke gefahren (in Richtung Groot Tinkas und Klein Tinkas) anstatt zur Hauptstraße zurückzufahren. Hier kann man auch sehr schön eine zweite Nacht campen da es ein Wasserloch gibt und viele Tierspuren verraten haben, daß dort einiges los sein muss. Groot Tinkas liegt direkt an diesem Wasserloch. Oder man fährt weiter zum Rock Arch der auch sehr lohnenswert sein muss.


liebelein-will, Hochzeitsblog - Blog, Hochzeit, Namibia_4534Ausblick von der Blutkuppe

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Köcherbäume findet man auch im Namib Naukluft Park und unsere Tochter mit ihrem neuen Stofftier posiert für unsere wunderbare Autovermieterin Karen von Cross Roads, die eine rührend detailreiche Campingausstattung extra für unser Kind besorgt hatte.

Weiter ging es nach Sesriem, mit Zwischenstopp in Solitaire, wo eine tolle Bäckerei einem megaleckeren Apfelstrudel kredenzt, um am nächsten Tag auf die „Big Papa“ Düne zu steigen.

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Wer es sich leisten kann und will sollte sich mal die Sossus Dune Lodge ansehen, da sie direkt im Park liegt und man sicherlich romantische Sonnenauf- und untergänge hat. Auf die große Düne zu steigen lohnt sich und ist nicht so schwer wie es aussieht. Der Ausblick ist atemberaubend. Das Meer von Dünen und die Weiter der Wüste ist sehr beeindruckend. Selten hat man noch mal so viel kindliches Vergnügen wie wenn man nach dem anstrengenden Aufstieg die Düne wieder runter läuft, rollt oder purzelt.

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Danach sind wir über die D707 in die Tirasberge gefahren. Manche sagen, die D707 ist die schönste Straße Namibias, links die Berge, rechts die Wüste. Gecampt haben wir auf der Farm Namtib die einer deutschen Familie gehört. Camping und Lodge sind toll und haben einen grandiosen Ausblick.

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Mit kleinem Zwischenstop in Aus, wo es das nettes Café/Restaurant/Hotel Bahnhof gibt sind wir weiter zum Fishriver Canyon gefahren, der, nach dem Grand Canyon in den USA, der 2. größte Canyon der Welt sein soll. Beindrucken ist er allemal und hier entspannte zwei Tage in der Canyon Lodge zu verbringen lässt einen nach der Vielfahrerei schön entspannen.

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Nach diesen zwei Tagen waren wir bereit für die längste Etappe unserer Reise – nach Südafrika ins Namaqualand um dort noch einmal zwei Nächte auf der Papkuilsfontein guest farm zu verbringen und Abschied von unseren liebe Freunden zu nehmen. Dieser Zwischenstopp war ein grandioser Abschluss, denn die Dame des Hauses hat uns auf Wunsch am Abend unserer Ankunft ein fantastisches Menü gekocht und am nächsten Tag konnten wir auf dem farmeigenen Gelände ein kleine Wanderung zu einem kleinen Wasserfall machen, der, da Privatbesitz, an diesem Tag nur uns gehörte. Was noch erwähnenswert ist, die Farm liegt auf einem Hochplateau und wenn man die Passstraße erklommen hat, hat man einen wahnsinns Ausblick.

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Der hübsche, kleine Wasserfall

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Blick vom Hochplateau in die Ebene

Letzter Stop war dann für uns drei Kapstadt, von wo wir wieder Richtung Heimat geflogen sind. Die beiden anderen habe ihre Route noch um die Garden Route eine Woche verlängert – für frisch verliebte oder verheiratet ein lohnenswerter Schlenker.

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Kapstadt war für uns noch einmal ein absolutes Highlight, auch wenn wir nur zwei Nächte hier waren und wir würden jederzeit wieder kommen. Gewohnt haben wir bei einem deutschen Auswanderer, der das Bayflowers Guesthaus in Green Bay betreibt – ­nett, freundlich und unkompliziert.

Fazit: es war eine tolle, aufregende und beeindruckende Reise durch zwei wunderschöne Länder, die wir so schnell nicht vergessen werden.

Und wir ihr vielleicht von den Bildern erahnen konntet, wir hatten tatsächlich unere 2,5 jährige Tochter dabei und es war super. Für uns und auch für sie. Wer sieht in dem Alter schon mal in freier Wildbahn Elefanten, Giraffen und Zebras und Co. und darf in einer Höhle auf dem Autodach schlafen?! Also alle, die darüber nachdenken – ein Kind ist kein Hindernis ums solche Abenteuer zu erleben sondern eher eine Bereicherung.

 

Liebe Grüße an Euch da draußen.

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